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Archive for Juli 2008

Noch eine Iphone-Story

Ich gestehe, ich habs getan und mir so einen supersüssen Handschmeichler bestellt; bei Orange. Bekommen habe ich das Ding nach knapp zwei Wochen Wartezeit. Wer jetzt denkt, noch so eine Mainstream-Tussi, der darf sich freuen: Orange hat nämlich vergessen, die SIM-Card ins Päket zu stecken. D.h. es geht nix, nicht mal die integrierte Musikbox. Sie seien informiert, dass dies bei einigen Bestellungen passiert sei, es würde allerdings eine Woche dauern, bis es die fehlende Karte bis zu mir schaffen würde …

Dass es ein bisschen schwierig war, das Iphone marktgerecht einzuführen, haben wir ja jetzt alle verstanden. Aber dass Päcklipacken so schwierig ist wusste ich nicht. Noch mehr irritiert mich, dass die SIM-Karte eine Woche benötigt, um nachzureisen. Technik ist vielleicht nicht gerade mein Schwerpunkt, aber bisher dachte ich, die Dinger passen in ein normales Kuvert via A-Post. Das braucht einen Tag, oder?

Ich suche übrigens medizinische Programme dafür, hat jemand Erfahrung damit?

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Zensur

Angeblich findet in westlichen Demokratien ja keine Zensur statt und so. Ein Fall, der auch in der Schweiz diskutiert wurde und auf den mich strappato wieder aufmerksam gemacht hat, zeigt, dass das ein Märchen ist. 

Der Artikel in der Süddeutschen (s. Link) fasst die ganze Geschichte gut zusammen. Erschreckend ist, dass es nicht nur eine Fachzeitschrift war, die einfach so einen Artikel auf Druck von Anzeigenkunden aus dem Heft kippt, sondern gleich zwei.

Es ist ein Skandal, der uns alle in der Praxis anspornen sollte, kritisch mit Arzneimittelverordnungen umzugehen. Vor allem wirft er aber ein merkwürdiges Licht auf den Thieme-Verlag, aus dem ja viele unserer pseudowissenschaftlichen Comichefte kommen, gegen teure Bezahlung versteht sich.

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Die FMH führt jedes Jahr Befragungen der Assistenten zu ihren Weiterbildungsstätten durch. Dabei kann man zu verschiedenen wichtigen Bereichen der Weiterbildung Noten vergeben. Diese werden dann im Internet veröffentlicht, ausser die bewertete Klinik möchte das nicht (weil das Ergebnis so schlecht war).

Das ist eine gute Sache. Aber so richtig helfen einem die Bewertungen nicht weiter, weil man ihnen vieles, was man für Bewerbungen eigentlich wissen will, nicht entnehmen kann. Darüber leiden die Ergebnisse auch am Phänomen der zentralen Tendenz.

Ein paar Kollegen und ich haben deshalb neulich nach ein paar Gläsern (oder Fässern?) Wein beschlossen, eine Seite mit subjektiven Erfahrungen von Assistenten verschiedener Kliniken zu starten. Zunächst in diesem Blog und je nach Beteiligung später unter einer eigenen Adresse.

Die Bewertungen sind rein subjektiv und betreffen nur die Qualitäten der jeweiligen Klinik als Arbeitgeber von Assistenzärzten.

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Habe die letzten Wochen mal wieder am Bewerbungskarussel gedreht. War recht amüsant. Zum einen, weil man in der derzeitigen Situation nach wie vor selbstbewusst auftreten kann (Jobs wie Sand am Meer), zum anderen, weil es nach wie vor Chefs gibt, die noch auf einem anderen Stern leben. Vor allem die deutschen Chefär… (man verzeihe mir diesen billigen zidanesken Kopfstoss) sind teilweise wirklich der Hammer. Darauf möchte auch die Überschrift dieses Posts in meinem bescheidenen Vulgärlatein hinaus: Man sollte sich bei Abteilungen oder Kliniken mit deutschen Chefs am besten gar nicht bewerben.

Viele scheinen die menschenverachtenden deutschen Verhältnisse in die Schweizer Spitäler importieren zu wollen. Weiterbildung? Natürlich in der Freizeit. Überstunden? Fallen nicht an, wenn man gut arbeitet. Umgangston? Kasernenhofjargon. Wertschätzung der Mitarbeiter? Gehen Sie doch nach drüben, wenn es Ihnen nicht passt. Teamwork? Hä? Führungskompetenz? Fehlanzeige.

Neben den schon gemachten Erfahrungen während meiner Assistentenjahre, kamen nun noch nette Erlebnisse bei den Bewerbungsgesprächn dazu. Einer wollte mir eine 80% Stelle (Salär) zu 100% anbieten (Arbeitszeit), aber die Masche kannte ich schon. Einer war besonders innovativ und hatte eine Woche „Probearbeiten“ im Sinn. Wir sind uns nicht einig geworden, weil ich partout nicht verstehen wollte, wozu denn die übliche vertragliche Probezeit dann noch gut sein sollte. Bei den Gehältern hat der eine oder andere auch gemeint tricksen zu können. Eigentlich gibt es für Assistenten in der Schweiz kantonale Lohntabellen, in denen man nach Berufserfahrung (Weiterbildungsjahre) eingestuft wir. Aber einige dachten wohl deutsch und blond = blöd und willig. Sie haben sich getäuscht. Es hat richtig Spass gemacht abzusagen.

Es gab aber auch sehr angenehme Bewerbungsgespräche, insbesondere mit Schweizern, bei denen man freudig zur Kenntnis nahm, dass Gesprächsführung durch aus eine Tugend ist. Interessant war auch, dass mich keiner mehr nach meinem Kinderwunsch gefragt hat und die meisten einer Teilzeitstelle gegenüber sehr aufgeschlossen waren.

Daraus ergeben sich folgende Empfehlungen für alle, die sich in der Schweiz bewerben:

1. Deutsche Chefs meiden.

2. Nicht in der Schweiz des Geldes wegen arbeiten (lohnt sich für Assistenzärzte nicht).

3. Trotzdem vor dem Bewerbungsgespräch die kantonalen Lohntabellen studieren.

4. Gezielt nach der Weiterbildung fragen (Stunden pro Woche, Weiterbildungsurlaub etc.).

5. Dienstmodell erfragen.

6. Nach Gespräch mit Chef/OA um Führung durch das Haus durch einen Assistenten bitten. Da erfährt man dann all das was die Hauspropaganda verschwiegen hat.

7. So bewerben, dass man Optionen hat und sich für das beste Angebot entscheiden kann.

8. In der Probezeit kündigen, wenn es Mist ist. Eine neue Stelle ist schnell gefunden.

9. Nicht vergessen: Die Stellensituation ist so, dass man selbstbewusst auftreten kann.

10. Viel Erfolg!

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